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Wiederentdeckt: Das aktuelle Programm
Wiederentdeckt 199
Einmal ist keinmal
„Ein heiterer musikalischer Farbfilm der DEFA in und um Klingenthal“ – so warb die DEFA 1955; „der einzige Heimatfilm aus der DDR“ – so befand Peter Hoff 35 Jahre später (Beiträge zur Film- und Fernsehwissenschaft 1990/39). In seinem Debütfilm, den er als Diplomfilm an der Filmhochschule WGIK in Moskau einreichte, entführt uns Konrad Wolf mitten ins Erzgebirge, genauer gesagt nach Klingenthal im sächsischen Musikwinkel. Hier will Peter Weselin (Horst Drinda), ein junger Düsseldorfer Komponist, einen ruhigen Sommerurlaub verbringen – ausgerechnet während des alljährlichen Musikfests. Nach zahlreichen Irrungen und Verwirrungen hat er nicht nur einen Walzer, eine Rhapsodie und einen Schlager komponiert, sondern auch die hübsche Rothaar-Anna mit dem vertrackten Charakter (Brigitte Krause) erobert. Einmal ist keinmal kombiniert Motive des westdeutschen Heimatfilms mit solchen der sowjetischen Filmkomödie. Dabei sei der Film „so erfreulich weit von jeder herkömmlichen Lustspielschablone entfernt, daß mir richtig wohl ums Herz wurde beim Zuschauen“, schrieb Hermann Martin (B.Z. Am Abend, Deutschland, 31.3.55) und die Musikstücke, „die sich ins Ohr schmeicheln“ (Gerhard Rostin, Neue Zeit, 31.3.55) wurden mehrfach hervorgehoben. (sk)
Einführung: Sarah Kordecki
Am 7.6.2013 um 18.30 Uhr im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums.
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Wiederentdeckt 200
Angelo. Das Mysterium des Schlosses
Im Juli 2013 feiert Kroatien seinen Beitritt zur Europäischen Union. Aus diesem Anlass werfen zwei Programme ein Schlaglicht auf die lange Geschichte der deutsch-kroatischen Filmbeziehungen. Angezogen von der Schönheit der Adria, reisten seit den 1920er Jahren immer wieder Filmteams von Deutschland nach Kroatien, um dort unter freiem Himmel Komödien, Melodramen und Abenteuerfilme zu drehen. Ein Großteil davon ist heute verschollen. Zu den berühmtesten dieser Filme gehört Die Finanzen des Großherzogs von Friedrich Wilhelm Murnau, eine überschäumende Komödie, wunderschön fotografiert von Karl Freund und Franz Planer. Die Geschichte klingt aktuell: Wie kann ein hochverschuldeter kleiner Staat in Südeuropa seine Finanzen wieder in Ordnung bringen? Zwar lässt die geplante Heirat des Großherzogs Don Ramon (Harry Liedtke) mit einer reichen Russin (Mady Christians) neue Hoffnung keimen, doch dann lösen die Ankunft eines seltsamen Abenteurers (Alfred Abel) und die geheimen Aktivitäten einer Gruppe von Revolutionären ungeahnte Turbulenzen aus.
Am Flügel: Peter Gotthardt
Grußwort: S.E. Dr. Miro Kovač (Botschafter der Republik Kroatien)
Einführung: Leon Rizmaul (Kinofon)
Eine Gemeinschaftsveranstaltung von CineGraph Babelsberg e.V. und Kinofon (Zagreb) im Rahmen von Kroatien Kreativ 2013 Am 5.7.2013 um 20.00 Uhr im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums.
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