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Home CineGraph Babelsberg Zum 20jährigen Bestehen 2011
Symposium und Jubiläumsveranstaltung zum 20jährigen Bestehen von CineGraph Babelsberg
Filmerbe (wieder-)entdeckt: Filmhistorisches Symposium 10.00 Uhr – 17:00 Uhr
Jubiläumsprogramm im Zeughauskino
mit Vorträgen von Klaus Kreimeier und Ursula von Keitz, Filmgrüßen unserer Freunde und Partner und anschließendem Empfang
PROGRAMM
10:15 Uhr - Begrüßung und Einleitung zum Symposium Michael Wedel: Erkundungen zu einem Phantom des frühen deutschen Kinos. Die Sammlung Misu Vor der spektakulären Wiederentdeckung seines einzigen überlieferten Films Titanic - In Nacht und Eis (1912) war Mime Misu lediglich einem kleinen Kreis von Historikern des frühen deutschen Films bekannt. Und selbst sie mögen sich bei der Durchsicht von Fachzeitschriften des Jahrgangs 1912 gewundert haben, wer sich hinter dem rätselhaften Namen verbirgt. Bis heute ist nur wenig über den Regisseur bekannt, dessen schmaler Nachlass-Bestand der Öffentlichkeit hier erstmals vorgestellt wird. Günter Agde: Aktuelle Erfahrungen bei Filmrecherchen in Moskauer Archiven Ein Arbeitsbericht über Besuche im Gosfilmofond (Staatl. Filmarchiv Rußlands), im Musej Kino (Kino-Museum), im RGALI (Russ. Staatl. Archiv für Literatur), im RGASPI (Russ. Staatl. Archiv für sozialhistorische Forschungen), im RGAFKD (Russ. Staatl. Archiv für Foto- und Kinodokumente Krasnogorsk) und im sog. Sonderarchiv im Militärarchiv. Kai Nowak: Projektionen der Moral. Filmskandale in der klassischen Moderne Skandale legen gesellschaftliche Werte, Normen und Moralvorstellungen offen und geben sie zur öffentlichen Aushandlung frei. Dies geschieht auch im Kino, vor allem im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. In dieser Zeit fällt, die klassische Moderne mit ihrer Herausforderung an traditionelle Weltdeutungen mit der Etablierung des Films zusammen, einem neuen, umstrittenen Medium, dem die Zeitgenossen eine nahezu unbegrenzte Wirkungskraft attestieren. Das Dissertationsprojekt, das im Rahmen eines Werkstattberichts vorgestellt wird, fragt zum einen nach den umkämpften Diskursfeldern und den Themen, Inhalten und formalen Gestaltungsmitteln, die öffentliche moralische Empörung über Filme nach sich zogen, und zum anderen nach den spezifischen Funktionen, Funktionsweisen und Verlaufsformen von Filmskandalen. Kerstin Stutterheim: Besonderheiten der Dokumentarfilm-Dramaturgie Dokumentarfilme widmen sich oft den Schrecken dieser Welt, und man erwartet von ihnen Authentizität. Dabei kann auch im Dokumentarfilm mit den Mitteln der Filmsprache und einer entsprechenden Dramaturgie fesselnd und unterhaltend erzählt werden, um die Affekte und nicht nur den Verstand anzuregen. Am Beispiel des Films Gletscher und ihre Ströme (1962) von Alfred Ehrhardt werden einige Grundüberlegungen zu den Besonderheiten der Dramaturgie im Dokumentarfilm diskutiert. Wolfgang Fuhrmann: Ethnographie re-visited Im Herbst des Jahrs 1961 entdeckte der Schweizer René Fuerst, Konservator am Musée d’ethnographie de Genève, während eines Studienaufenthaltes im Museum für Völkerkunde in München Filmdosen mit frühen ethnographischen Aufnahmen. Es stellte sich heraus, dass es sich dabei um Filmaufnahmen des Völkerkundlers Theodor Koch-Grünberg (1872-1924) handelte, die er 1911 auf seiner Reise in das Amazonasgebiet in Brasilien/Guyana gedreht hatte. Heute zählen die Aufnahmen Koch-Grünbergs zu den wenigen überlieferten frühen ethnographischen Aufnahmen deutscher Völkerkundler. Doch anscheinend waren Fuersts Entdeckungen umfassender als das, was heute verfügbar ist. Was war noch auf den Filmen zu sehen bzw. was wollte man nicht zeigen? Der Vortrag lädt zur Spurensuche und Spekulation ein, was Koch-Grünberg wirklich gedreht hat. Ralf Forster: Regionale Bilder entdecken. Amateurfilm im Land Brandenburg (1945-1990) Seit 2010 erforscht das Filmmuseum Potsdam den Amateurfilm im Land Brandenburg mit dem Schwerpunkt DDR. Ziel ist der Aufbau eines Netzwerkes und die Sammlung von Wissen zum Thema. Diese Sammlung wird aus Filmen, Materialien zu Filmen und Informationen zu ihren Schöpfern bestehen. Die Präsentation skizziert die Arbeitsschritte, benennt Probleme und macht mit ersten Ergebnissen bekannt. Zum Schluss wird ein Überblick über die derzeitige Ausstellung "Der Amateurfilm in Brandenburg - Arbeit an der Wirklichkeit" gegeben. Jubiläumsprogramm im Zeughauskino Vortrag von Ursula von Keitz (Universität Bonn): »Der Montage-Film HÄNDE« |